Klasse 9 – Grundlagen
Alles, was man bis Ende der 9. Klasse am bayerischen Gymnasium beherrschen sollte (kumulativ ab Klasse 5).
Zahlen und Rechnen (Klasse 5–6)
Zahlenmengen
- : natürliche Zahlen
- : ganze Zahlen
- : rationale Zahlen (Brüche , endliche und periodische Dezimalbrüche)
- : reelle Zahlen (inkl. irrationaler Zahlen wie , )
Brüche und Dezimalbrüche
Periodische Dezimalbrüche sind rational, z. B. .
Potenzen und Zehnerpotenzen
Prozentrechnung
(: Prozentwert, : Prozentsatz, : Grundwert)
Terme und Gleichungen (Klasse 7–8)
Termumformungen
Ausmultiplizieren:
Faktorisieren:
Binomische Formeln:
Lineare Gleichungen
Äquivalenzumformungen: Addition, Subtraktion, Multiplikation, Division beider Seiten mit gleicher Zahl (Division ).
Lösungsform: (genau eine Lösung), oder unlösbar, oder (jede Zahl Lösung).
Lineare Gleichungssysteme (Klasse 8)
Zwei Gleichungen, zwei Unbekannte. Lösungsverfahren:
- Einsetzungsverfahren: eine Variable auflösen und einsetzen
- Additionsverfahren: Gleichungen so multiplizieren, dass sich eine Variable weghebt
Bruchterme und Bruchgleichungen (Klasse 8)
Definitionsmenge beachten (Nenner ). Hauptnenner bestimmen, dann multiplizieren und wie lineare Gleichung lösen. Probe ist Pflicht!
Geometrie – Grundbegriffe und Winkel (Klasse 5–7)
Winkel an Geraden
- Scheitelwinkel: gleich groß
- Nebenwinkel: ergänzen sich zu
- Stufenwinkel (an Parallelen, gleiches ): gleich groß
- Wechselwinkel (an Parallelen, -Form): gleich groß
Winkelsummen:
Symmetrie
- Achsensymmetrie: Spiegelung an einer Geraden; spiegelbildliche Hälften
- Punktsymmetrie: Drehung um um den Symmetriepunkt
Geometrie – Flächeninhalte und Körper (Klasse 5–8)
Flächeninhalte
| Figur | Formel |
|---|---|
| Rechteck | |
| Dreieck | |
| Parallelogramm | |
| Trapez | |
| Kreis |
Kreisumfang:
Körper
| Körper | Volumen | Oberfläche |
|---|---|---|
| Quader | ||
| Prisma | ||
| Zylinder |
(: Grundfläche, : Mantelfläche)
Kongruenz und Ähnlichkeit (Klasse 7, 9)
Kongruenz
Zwei Figuren sind kongruent, wenn sie durch Verschiebung, Spiegelung oder Drehung aufeinander abgebildet werden können (gleiche Form und Größe).
Kongruenzsätze für Dreiecke: SWS, SSS, WSW, SsW
Ähnlichkeit (Klasse 9)
Zwei Figuren sind ähnlich, wenn alle Winkel gleich und alle Seiten proportional sind (gleiche Form, verschiedene Größe).
Ähnlichkeitsfaktor :
Strahlensatz
V-Figur (zwei Strahlen durch Punkt , von parallelen Geraden geschnitten):
X-Figur (zwei sich schneidende Geraden, Parallele ):
Satz des Pythagoras (Klasse 9)
Im rechtwinkligen Dreieck mit Hypotenuse und Katheten , :
Kehrsatz: Dreieck ist rechtwinklig.
Trigonometrie (Klasse 9)
Im rechtwinkligen Dreieck (Winkel , anliegende Kathete , gegenüberliegende Kathete , Hypotenuse ):
Grundbeziehungen:
Am Einheitskreis:
Allgemeines Dreieck — Sinussatz:
Kosinussatz:
Funktionen (Klasse 8–9)
Funktionsbegriff (Klasse 8)
Eine Funktion ordnet jedem aus der Definitionsmenge genau ein zu: .
Lineare Funktion:
- : Steigung, : -Achsenabschnitt
- Graph: Gerade; steigend, fallend, konstant
Hyperbel (elementare gebrochen-rationale Funktion):
- Definitionsmenge , Asymptoten: -Achse und -Achse
- Verschoben:
Quadratische Funktionen (Klasse 9)
Normalform:
Scheitelpunktform: , Scheitelpunkt
Umrechnung durch quadratische Ergänzung:
Lösungsformel (Mitternachtsformel):
Diskriminante :
| zwei reelle Nullstellen | |
|---|---|
| eine doppelte Nullstelle | |
| keine reelle Nullstelle |
Aufgabe: Überlegen Sie sich anhand der Mitternachtsformel, warum es für keine und für $ D = 0$ genau eine Nullstelle gibt. Dies erklärt die Funktion der Diskriminante.
Satz von Vieta (für ):
Dieser Satz wird meist in der Schule nicht behandelt. Er ist kann dabei helfen, schneller NS zu finden als mit der Mitternachtsformel.
Potenzfunktionen (Klasse 9)
- gerade: achsensymmetrisch zur -Achse, Wertemenge
- ungerade: punktsymmetrisch zum Ursprung, Wertemenge
Reelle Zahlen und Wurzeln (Klasse 9)
Potenzen mit rationalen Exponenten:
Stochastik – Grundlagen (Klasse 6–9)
Grundbegriffe: Zufallsexperiment, Ergebnis, Ereignis, Wahrscheinlichkeit .
Laplace-Wahrscheinlichkeit (alle Ergebnisse gleichwahrscheinlich):
Rechenregeln:
Bei unvereinbaren Ereignissen:
Darstellung: Baumdiagramm, Vierfeldertafel, Mengendarstellung.
Statistik — Kenngrößen:
- Arithmetisches Mittel:
- Median: mittlerer Wert der geordneten Datenreihe
- Quartile , ; Interquartilsabstand
- Boxplot: Min – – Median – – Max
(Die letzten beiden sind in der Schule nicht so wichtig…) Zum Arithmetischen Mittel: gegeben ist hier die klassische Formel. Sie bedeutet: